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Zentren und großflächiger Einzelhandel
 
 
 
 

Die übergemeindliche Abstimmung im Bereich der Wirtschaftsförderung und des Einzelhandels ist eines der konfliktträchtigen Themenfelder in der interkommunalen Kooperation. Dennoch besteht auch hier ein verstärktes Interesse von Städte- und Gemeindeseite nach regionaler Information und Zusammenarbeit. Der Kommunalverbund bearbeitet dieses Thema im laufenden Moderationsverfahren IMAGE sowie durch Fachtage und Veranstaltungen und unterstützt damit die Mitgliedsgemeinden bei der Stärkung ihrer Zentren, Ortskerne und Innenstädte.

 
 
  IMAGE - Interkommunale Moderation von Ansiedlungsvorhaben des großflächigen Einzelhandels 
 
 

Um in einer Region mit überdurchschnittlich hohem Einzelhandelsbesatz zu einer abgestimmten Vorgehensweise bei der Ansiedlung neuer großflächiger Einzelhandelsvorhaben zu kommen, wird vom Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V. das Projekt ‚IMAGE - Interkommunale Moderation von Ansiedlungsvorhaben des großflächigen Einzelhandels' durchgeführt. Ursprünglich als Forschungsvorhaben des Bundesbauministeriums konzipiert, wird es seit 1999 als interkommunales Kooperationsprojekt vom Kommunalverbund betrieben. Ziel ist es, die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelseinrichtungen in der Region Bremen zwischen den Gemeinden untereinander abzustimmen, negative Wirkungen auf die Nachbargemeinde zu minimieren und zu einer regionalen Strategie bei der Einzelhandelsentwicklung zu gelangen.

Insgesamt 23 Städte und Gemeinden nehmen auf freiwilliger Basis am Moderationsverfahren des IMAGE - Projektes teil. Grundlage ist ein durch einen Gutachter erarbeitetes Entwicklungsmodell, das eine Prognose des Flächenexpansionsrahmens für die Einzelhandelsentwicklung bis 2010 in der Region aufzeigt. Darauf aufbauend ist für neue Ansiedlungsvorhaben ein Bewertungssystem erstellt sowie Regeln und ein Verfahrensablauf entwickelt worden. In einem je nach Bedarf ein- bzw. zweistufigen Verfahren wird nach der Meldung eines geplanten Vorhabens durch die Gemeinde in einem Ausschuss in Zusammenarbeit von Kommunalverbund, Gutachter und IHK die Relevanz des Vorhabens beraten und hinsichtlich evtl. beeinträchtigender Wirkungen auf Nachbar-gemeinden beurteilt. Die ausgesprochene Empfehlung durch den Vorstand des Kommunalverbundes wird der ansiedlungswilligen Kommune zugeleitet und ggf. veröffentlicht.

Die bisher durchgeführten mehr als 30 Moderationen zeigen, dass über das Bewertungs-verfahren die Diskussion über geplante Ansiedlungen versachlicht werden kann. Das Verfahren dient auch dazu, Planungsüberlegungen der Gemeinden abzusichern und ihre Position durch den intensiven Informationsaustausch gegenüber den potentiellen Investoren zu stärken. Trotz der nicht immer einfachen Situation konnten bisher alle Verfahren erfolgreich durchgeführt werden und zu einer regional verträglichen Ansiedlung von Vorhaben des großflächigen Einzelhandels beitragen.

 
  Verfahrensablauf, Aufgreifschwellen und Erfahrungen aus den
  bisherigen Moderationen
 
  Übersicht beteiligte Kommunen